Encapsulated PostScript (EPS) (Hintergrundwissen)
Encapsulated PostScript – Des Logos liebste Hülle
Was ist ein EPS?
Das EPS-Format, "Encapsulated-Post-Script-Format", wurde 1982 von Adobe Präsentiert und ist im Prinzip eine bezüglich der Kommentare ausgebaute Art der PostScript-Sprache. Im Ausgabevorgang wird ein EPS als in sich geschlossener PostScript-Code in den PS-Code des Dokumentes eingefügt.
Was kann ein EPS?
Wie PostScript ist EPS ein ideales Datenausauschformat, da es weitgehend Plattform- und Programmunabhängig ist. Beispielsweise kann eine EPS-Datei sowohl in einem professionellen Satz-Programm als auch in einem Textverarbeitungsprogramm wie MS Word platziert werden. Da ein EPS keine sogenannten Alpha-Kanäle unterstützt, können EPS-Dateien auch nicht Transparent sein.
Worauf muss man achten?
Wie auch beim PostScript gibt es bei EPS die Document Structuring Conventions (DSC), diese müssen jedoch zwingend eingehalten werden, damit das EPS funktionsfähig ist.
In einer EPS-Datei können externe Inhalte, wie Schriften oder Grafiken, enthalten sein. Dies sollte jedoch vermieden werden, da die originalgetreue Wiedergabe des EPS auf anderen Plattformen dadurch gefährdet wird.
Was sind die größten Unterschiede zum PostScript?
Ein EPS umfasst immer nur eine Seite (eine PS-Datei kann beliebig viele Seiten enthalten) und erhält präzise Angaben über seine Ausgabegröße, die sog. Bounding Box. Ein EPS darf keine PPD-Anweisungen enthalten, dies ist PostScript vorbehalten.
EPS-Dateien enthalten meist ein Preview, was die Vorschauansicht auf dem Bildschirm und die (wenn auch niedrigaufgelöste) Ausgabe auf einem nicht PostScript-fähigen Drucker ermöglicht. Dieses Preview kann sowohl im TIFF-Format (PC), als auch im PICT-Format (Mac) und ebenso in Farbe oder nur in s/w gespeichert sein. Wenn beim Abspeichern ganz auf eine Vorschau verzichtet wurde, wird stattdessen ein graues Platzhalterrechteck angezeigt, was sich jedoch nicht auf die Ausgabe am Drucker auswirkt.
Siehe auch:
