Videoformate (Hintergrundwissen)
Allgemeine Informationen zu Videoformaten
Das aus der lateinischen Sprache stammende Wort „Video“ bedeutet übersetzt: „ich sehe“. Videoformate sind Aufzeichnungsverfahren für elektronische Aufnahmen von bewegten Bildern. Bei der digitalen Aufzeichnung werden die eingehenden Signale digitalisiert. Dafür dienen analoge Videosignale als Basis, die von analog nach digital umgewandelt werden. Die Daten werden anschließend komprimiert gespeichert. Videodateien sind nformationsträger von fortlaufenden Pixeln und deren Tonspur.
Das wichtigste Kompressionsverfahren MPEG
Anfang der 90er Jahre wurde für die Redezierung der Datenmengen der MPEG-1 Standard verabschiedet. Dieser beinhaltet drei sogenannte Layer, die mit zunehmender Komplexität auch höhere Kompression erzielen. Alle Layer basieren auf dem Prinzip der Irrelevanz-reduktion, d.h. Audiosignale die vom Gehör nicht wahrnehmbar sind und Frequenzen die sich überlagern, werden nicht übertragen oder gespeichert, daher spricht man auch von verlustbehaftet.
„MPEG“ ist ein Kompressionsverfahren für digitalisierte Videosequenzen und Audiosignale. Unkomprimierte, digitalisierte Videofilme und Audiosignale kosten sehr viel Speicherplatz, welcher mit dem MPEG-Verfahren stark reduziert werden kann. Viel Speicherplatz lässt sich einsparen, wenn die Bilder eines Clips miteinander verglichen werden. Es ändert sich von einem Bild zum nächsten oft nur ein geringfügiger Ausschnitt. Daher ist es sinnvoll, nur diesen veränderten Bildteil zu speichern und nicht die komplette Bildinformation. Hierfür werden 3 unterschiedliche Frames verwendet. In den I-Frames sind alle Bildinfos ge-speichert und jedes Einzelteil ist komprimiert. In den P-Frames sind ausschließlich dich Bildinhalte gespeichert, die sich im Vergleich zum vorherigen Frame geändert haben. Die B-Frames werden auf den P- bzw. I-Frames abgleitet oder auf der Basis von Nachbarbildern interpoliert. ( Interpolation: Einfügen bzw. Berechnen neue Dateien aus Teilen vorhandener Informationen). Die einzelnen Frames werden später wieder zu einer Abfolge zusammen-gefügt.
AVI (Audio Video Interleave) und MOV (Quick Time Movie)
In den AVI-Formaten werden sowohl Audio- als auch Videodaten ineinander verzahnt abgespeichert. Vorteilhaft ist, dass fast jedes Multimediaprogramm und fast jeder DVD Player AVI´s abspielen kann. Nachteilig ist, dass dieses Format viel Speicherplatz benötigt.
MOV-Dateien werden mit verschiedenen Codecs erzeugt und bieten eine sehr gute Filmqualität bei wenig Speicherbedarf. Sie können kostenlos mit dem QuickTimePlayer abgespielt werden.
