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Krisenmanagement: Sechs Schritte, die Sie kennen sollten

Ob Großkonzern oder kleines mittelständisches Unternehmen - die vorherrschende Corona-Krise verlangt derzeit Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern viel ab. Krisenmanager und Personaler suchen dabei oftmals nach der imaginären Notfallschublade. Im Stundentakt kommen neue Informationen, Handlungsempfehlungen und Restriktionen hinzu, die einen normalen Tages- und Arbeitsablauf fast unmöglich machen. Die Managementebene von Unternehmen und damit auch Sie als Personaler stehen vor besonderen Herausforderungen, denn für Sie gilt es, die Fülle an Informationen so gut es geht zu überblicken und daraus entscheidende Handlungsformen abzuleiten. Bereits bei diesem Schritt sollten Sie alle wichtigen Entscheider mit ins Boot holen. Vor allem die Geschäftsführung sollte zu Ihrem fest definierten Personenkreis gehören. Berufen Sie regelmäßige Treffen dieses Personenkreises ein und besprechen Sie aufkommende Fragen. Beachten Sie hierbei, dass verschiedene Ansichten bei heiklen Themen durchaus möglich sein können und nutzen Sie diesen Umstand, um Worst-Case-Szenarien aus verschiedenen Blickwinkeln besser beleuchten zu können. Versuchen Sie Ihren gegründeten Krisenstab jedoch nicht zu erweitern, damit die Verantwortlichkeiten klar geregelt bleiben und die Belegschaft ihre Ansprechpartner zuordnen kann. Zusammen sollten Sie sich im Laufe der Gespräche auf bestimmte Sprachregelungen einigen, um eine einheitliche und klare Kommunikation nach innen und auch nach außen zu wahren. In jedem Fall sollten Sie zuerst die interne Kommunikation bemühen, bevor Sie nach außen kommunizieren. Bleiben Sie in Ihrer Kommunikation jedoch immer so klar und sachlich wie es Ihnen möglich ist, um unnötigen Missverständnissen keinen Raum zu geben. Der Prozess der Krisenbewältigung ist jedoch mit einer einmaligen Kommunikation nicht beendet. Bewerten Sie die Sachlage in Ihren Abstimmungszyklen immer wieder neu und überdenken Sie Ihre Kommunikation und Vorgehensweise. Auch Fehler und neue Pläne dürfen zugegeben und kommuniziert werden.

Zusammengefasst ergeben sich somit sechs Handlungsstufen bei der Krisenbewältigung

  • 1. wichtigen Personenkreis informieren (evtl. Krisenstab gründen)
  • 2. Abstimmungszyklen definieren (aufkommende Informationen können neu bewertet werden)
  • 3. relevante Daten sammeln, sichten und sachlich aufbereiten
  • 4. Worst-Case-Szenarien durchspielen, ggf. Fragenkatalog erstellen
  • 5. interne Kommunikation so früh wie möglich antreten (sachlich und transparent)
  • 6. Sprachregelungen für die externe Kommunikation vorbereiten

Schublade auf und fertig?

Ganz so ist es leider nicht, denn Krisen sind nicht immer gleich. Sie können unterschiedliche Gründe haben, unterschiedlich lange andauern und, so wie wir es alle momentan bei der Corona-Pandemie erleben, überdies sogar von globaler Bedeutung sein. Daher muss bei jeder Krise individuell abgewogen werden, welche der Handlungsstufen mehr Aufmerksamkeit erfordern. Den einen Masterkrisenplan gibt es also nicht, dennoch sollen unsere sechs dargestellten Handlungsstufen Ihnen eine gewisse Sicherheit beim Bestücken Ihrer imaginären Notfallschublade geben.

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