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Soft Skills und Future Work Skills: Diese Mitarbeitereigenschaften verhelfen zum Erfolg

Während der Ausbildung, des Studiums oder einer beruflichen Weiterbildung erlernen wir alle Qualifikationen, die wir für unseren (späteren) Beruf brauchen. Zu den Hard Skills gehören Abschlüsse, Zertifikate und ein fundiertes Fachwissen. Doch reicht das aus, um bei der Bewerbung für den Traumjob die besten Chancen zu haben? Und worauf müssen Unternehmen und Personalabteilungen achten, um die besten Kandidatinnen und Kandidaten herauszufiltern?

Früher waren Soft Skills ein Pluspunkt, um aus der Masse der Bewerber*innen hervorzustechen. Heute sind die sogenannten „weichen Faktoren“ ein Must-have und häufig ausschlaggebend für einen Arbeitgeber. Dies belegt auch eine neue Studie von StepStone.de unter Führungskräften und Personalverantwortlichen: 73 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass persönliche Eigenschaften die wichtigsten Faktoren bei der Auswahl der passenden Kandidaten*innen seien – noch vor der beruflichen Erfahrung (68 Prozent). 87 Prozent glauben sogar, dass die persönlichen Faktoren in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. Soziale Kompetenzen liegen mit 67 Prozent auf Platz 3. Formelle Abschlüsse oder gar Noten scheinen im Gegensatz dazu weniger wichtig (10 Prozent und 5 Prozent).

Diese Soft Skills sollten Arbeitnehmer*innen in Zukunft mitbringen

Unter den Top 3 liegen laut der Studie Kommunikationsfähigkeit (75 Prozent), Flexibilität (66 Prozent) und Organisationfähigkeit (61 Prozent).

Die Idee dahinter: Nicht nur der Lebenslauf soll dem Anforderungsprofil entsprechen (Professional Fit), auch die Persönlichkeit eines Menschen muss zu Job und Unternehmen passen. Hier kommt der sogenannte Cultural Fit ins Spiel: Passen Kandidatin oder Kandidat zur Unternehmenskultur und umgekehrt? Um diesen zu überprüfen empfehlen wir Ihnen, Ihre Arbeitgeberwerte und Ihre Unternehmenskultur regelmäßig auf Veränderungen zu untersuchen. Denn nur wenn Sie wissen, wer Sie als Arbeitgeber sind, können Sie Ihre Werte authentisch kommunizieren und zum Perfect Match des passenden Bewerbers oder der Bewerberin werden.

Soft Skills = Future Work Skills?

Seit einer Weile taucht immer öfter der Begriff der Future Work Skills auf, der als Weiterentwicklung oder Neudefinition der Soft Skills gesehen wird. Bereits im Jahr 2011 hat sich das Institute for the Future mit der Frage auseinandergesetzt, welche Schlüsselqualifikationen zukünftig benötigt werden. Die Ergebnisse wurden im Future Work Skills Report zusammengefasst. Die Ergebnisse basieren auf sechs Treibern der Veränderung, u.a. intelligente Maschinen, eine global vernetzte Welt sowie eine höhere Lebenserwartung der Menschen. Diese Faktoren führen zu zehn elementaren Schlüsselqualifikationen für die Arbeit der Zukunft:

  • Erkennen tieferer Zusammenhänge: Bedeutung erschließen und Relevanz einschätzen
  • Innovatives, anpassungsfähiges Denken: Lösungen jenseits bekannter Routinen finden
  • Soziale Intelligenz: Verbindungen eingehen, Reaktionen und Interaktionen wahrnehmen und hervorbringen
  • Interkulturelle Kompetenz: In unterschiedlichsten kulturellen Kontexten angemessen agieren
  • Virtuelle Zusammenarbeit: Als Mitglied in digitalen Teams produktiv und engagiert arbeiten
  • Design Mindset: Aufgaben und Arbeitsprozesse für erwünschte Ergebnisse darstellen
  • Informationsselektion und -management: Informationen nach Wichtigkeit unterscheiden
  • Kompetenz für neue Medien: Inhalte kritisch hinterfragen und neue Medien zielgerichtet nutzen
  • Datenwissenschaftliches Denken: Große Mengen an Daten in abstrakte Konzepte übertragen und verstehen
  • Interdisziplinarität: Denkweisen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen verbinden

Gegenwärtig wird der Report überarbeitet und um die Qualifikation durch Resilienz (Widerstandsfähigkeit) ergänzt.

Was bedeutet das für Ihre Personalauswahl?

Auf der Suche nach den perfekten Mitarbeitern sollten Sie sich trauen, neue Wege zu beschreiten. Neue Methoden sind spannend, bedeuten aber auch, dass Sie Ihre Komfortzone verlassen werden. Sie arbeiten mit KPIs, um Ihren Recruitingerfolg zu messen? Großartig! Sie werden jedoch feststellen, dass Soft Skills schwerer messbar sind als Hard Skills, die Sie anhand von Zeugnissen und Zertifikaten vergleichen können. Helfen können hier z.B. professionelle Assessment Center im Bewerbungsprozess, oder evidenzbasierte Persönlichkeitstests (z.B. von Aivy), die die Bewerber*innen absolvieren. Schlussendlich sollten Sie Ihre bestehenden Kolleginnen und Kollegen nicht vergessen: Bieten Sie Ihnen passende Weiterbildungen an, so profitieren beide Seiten von den neuen Qualifikationen. Denn genauso wichtig wie die Mitarbeitergewinnung ist die Mitarbeiterbindung!

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