Mobile Recruiting - Bewerbersuche der Zukunft

Rund 30 Mal - so oft schauen Menschen täglich auf ihr Smartphone. Bei den 18 bis 24-Jährigen liegt der Schnitt sogar bei durchschnittlich 56 Mal. Mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Dabei zeigt sich auch weiterhin der Trend: Wir werden immer mobiler!

Diese Entwicklung macht auch nicht vor dem modernen Recruiting halt. Die Unternehmen sind sich einig, dass „mobile“ die Rekrutierung grundlegend verändert. Kein HR-Trend der letzten Jahrzehnte war so klar und schnell in aller Munde. Unklar hingegen ist, was genau Mobile Recruiting alles bedeutet. Deutsche Unternehmen sehen klare Chancen in

  • Reichweitenerhöhung der Kandidatenansprache,
  • zielgruppenorientiertem Employer Branding und
  • der Möglichkeit, Kandidaten situations- und ortsbezogen ansprechen zu können.

Ebenso denken drei Viertel der deutschen Großunternehmen, sie müssten ihr Mobile-Recruiting-Angebot alleine deswegen ausweiten, um Kandidaten aus den Generationen Y und Z rekrutieren zu können.

Während viele Firmen die Potentiale klar sehen, ist die Umsetzung noch zurückhaltend. So nutzt bislang höchstens jedes vierte Unternehmen tatsächlich Arten situations- oder ortsbezogener Ansprache. Auch das Aufwands-Ertrags-Verhältnis sieht nur jedes dritte Unternehmen positiv. Und nur die Hälfte der Großunternehmen hat Karriere-Webseiten, die auch auf mobilen Endgeräten gut lesbar sind, im Mittelstand sind es noch weniger. Es gibt zwar Fortschritte, aber die Mehrzahl der Kandidaten bemängelt die mit Mobilgeräten schlecht lesbare Inhalte. Mobil lesbare Webseiten sind keine Kür mehr, sondern längst Pflicht.

Mobile Recruiting - was versteht man darunter?

Mobile Recruiting ist ein Teil des E-Recruitings und bezeichnet die Personalbeschaffung durch mobile Medien wie Smartphones und Tablets.

Potentiale des Recruitings über mobile Endgeräte sind:

  • Steigerung der Reichweite von Stellenangeboten
  • Einfacher Bewerberprozess
  • Einfache & individuelle Ansprache des Kandidaten
  • Aufmerksamkeitssteigerung & Bindung von potentiellen Bewerbern durch visuelle Mittel wie Videos oder Foto - Stories
  • Plattform zur Präsentation von Firmen-Insights

Instrumente des Mobile Recruitings sind hierbei z.B.:

Responsive Design

Responsive bedeutet im wörtlichen Sinn „reagierend“: Inhalte, Navigation und der strukturelle Aufbau einer Website passen sich dabei der Größe des jeweiligen Bildschirms an. Im Unterschied zur mobilen Website, von der es mit Blick auf verschiedene Geräte-Typen mehrere Templates gibt, braucht das responsive Design nur ein einziges Template. Die Programmierung beruht auf einer Weiterentwicklung der klassischen Programmiersprachen, auf HTML, CSS und Mediaqueries. Letztere sind als Anfragen, die der Server vor der Auslieferung der Seite an den Browser schickt: Wie groß ist das Display, wie hoch die Auflösung, wird der Bildschirm im Hoch- oder Querformat genutzt? Welche Eingabe-Möglichkeiten (Touchscreen, Tastatur, Touchpad, etc.) gibt es? Je nach Feedback wird der entsprechende Aufbau der Seite ausgeliefert. Ein wichtiger Unterschied zur mobilen Website: Seiten-Elemente werden in diesem Kontext unterschiedlich angeordnet, priorisiert – und gegebenenfalls reduziert.

Mobile App

Mobile Apps sind im wörtlichen Sinne Anwendungen, die speziell für mobile Endgeräte programmiert werden. Diese haben mit dem Aufbau und der Programmierung der eigentlichen Karriere- oder Unternehmens-Website nichts zu tun. Dabei gibt es zwei Typen: Native Apps oder Web-Apps.

Sogenannte Native Apps werden für verschiedene mobile Betriebssysteme und Gerätetypen programmiert. Sie nutzen dabei vollumfänglich die verschiedenen Features eines Smartphones oder Tablets, wie zum Beispiel Mikrofon, Kameras, GPS-Ortung, Neigungssensor etc. Apps sind immer genau für einen Geräte-Typ und ein Betriebssystem programmiert und somit optimal daran angepasst. Damit sind sie in der Regel sehr nutzerfreundlich mit Blick auf Bedienung und Ladezeiten. Manche lassen sich auch – eingeschränkt – im Offline-Modus nutzen. Die Apps müssen allerdings gesondert von einer Online-Plattform für mobile Anwendungen (z.B. dem App Store) oder von der eigenen Website heruntergeladen und anschließend auf dem Gerät installiert werden. Das kann zu Problemen führen, wenn nicht genügend Speicherplatz auf Smartphone oder dem Tablet zur Verfügung steht.

Web-Apps sind Anwendungen, die im Browser des jeweiligen Gerätes geöffnet werden. Sie müssen also nicht aus einem App-Store oder von einer Website heruntergeladen und installiert werden. Im Nutzererlebnis sind sie meistens an native Apps angepasst, unterscheiden sich aber in der Programmierung. Web-Apps basieren wie mobile Webseiten auf HTML, CSS und Javascript und laden die Daten permanent aus dem Internet herunter. Unabhängig vom Betriebssystem passen sie für jedes Gerät, sind aber natürlich nicht so optimal an das jeweilige Smartphone oder Tablet angepasst und können dessen Features nur teilweise oder eingeschränkt nutzen.

Weitere Maßnahmen des Mobile Recruitings

Die technische Grundlage für die eigene Karriereseite oder -app ist die eine Sache. Mobile Recruiting bietet jedoch noch weitere Möglichkeit:

Jobbörsen und Netzwerke

Durch Jobbörsen und Karriere-Netzwerke wie Xing, Kununu und LinkedIn können sich Arbeitnehmer frühzeitig einen Überblick über den Arbeitgebermarkt sowie potentielle Arbeitgeber verschaffen. Bisher ausgeschriebene Stellenanzeigen, Unternehmensprofile und -bewertungen unterstützen bei der Recherche.

Videos und interaktive Elemente

Bewegtbild ist wichtiger denn je. Videos und Animationen sind in einer Zeit, in der online immer weniger gelesen wird, aufmerksamkeitsstark und ein passendes Mittel, um Emotionen zu transportieren. Außerdem lassen sich Videos flächendeckend gut über viele Kanäle verteilen.

Social Media

Soziale Netzwerke wie z.B. Instagram, Facebook und Twitter dienen hervorragend zum direkten Kontakt mit potentiellen Bewerbern. Hier können Informationen zu offenen Stellenanzeigen geteilt, Einblicke in die Abteilungen gewährt und der direkte Austausch über Chats angeregt werden.

Newsletter und Chatfunktion per SMS oder WhatsApp

Newsletter per SMS oder WhatsApp dienen sehr gut zur Verteilung von Echtzeitinformationen zu ausgewählten Stellenausschreibungen. Außerdem können die gewonnenen Nutzerdaten für die zielgruppenorientierten Ansprache und zum Direktkontakt mit potentiellen Kandidaten genutzt werden.

Die Bewerbersuche über das Smartphone bzw. Tablet endet jedoch nicht mit der mobil optimierten Stellenanzeigen und Social Media-Kanälen: Mit Hilfe von Werbemaßnahmen für mobile Endgeräte lassen sich die Zielgruppen direkt ansprechen.

Dazu gehören:

  • InApp-Werbung
  • Recrutainment auf Karriereseiten
  • Mobile-Tagging-Kampagnen
  • Entwicklung von RSS-Feeds
  • Werbebanner
  • Ausbildungsmarketing für die Zielgruppe der Schüler
  • Influencer Marketing

 

Mobile Recruiting - kurzes Fazit

  • Die Zielgruppe ist mobil. Der Trend zeigt hier einen ungebrochenen Anstieg der Relevanz von mobilen Endgeräten
  • Die Unternehmen erkennen das Potential von Mobile Recruiting, können es jedoch oftmals nicht optimal in ihren HR Prozess implementieren
  • Gängige Maßnahmen der Personalbeschaffung über mobile Endgeräte sind z.B.: Responsive Design, Karriere App, Social Media, Unternehmensprofile auf Jobbörsen, Karrierenetzwerke, Newsletter sowie Chats
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