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Personalwerk bei der Tafelrunde

Das zweimal jährlich erscheinende blog.TALENTpro-Magazin beleuchtet nicht nur aktuelle HR-Trends in den Bereichen Recruiting, Employer Branding und Talentmanagement, sondern liefert mit fundierten Insights, Fallstudien und Interviews wertvolle Ressourcen für die gesamte HR-Branche. Zusammen mit anderen führenden Köpfen im Personalmarketing wie Udo Völke (Raven 51) und Patrick Scheer (emplify) war natürlich auch Personalwerk mit dabei, als es darum ging, aktuelle Herausforderungen, Trends und Tools im Personalmarketing zu analysieren.

Personalmarketing und wie man heutzutage seine Zielgruppe erreicht

Mehr und mehr Unternehmen entdecken „junge“ Social-Media-Plattformen wie TikTok für sich, aber sind diese auch so effektiv, wie die Frequenz ihrer Erwähnung vermuten lässt? Keine einfache Ja-Nein-Frage. Laut Dorothee Reiser (Personalwerk) sollte das Augenmerk nicht darauf liegen, möglichst viele Kanäle zu bespielen. Viel wichtiger sei es, die richtigen Kanäle für die gewünschte Zielgruppe zu finden und Inhalte zu entwickeln, die sowohl zu den Kanälen als auch zur Zielgruppe passen. Selbst eine Kampagne auf Tinder liefert überzeugende Ergebnisse, wenn die Zielgruppe klar definiert ist und die passenden Inhalte für die Plattform zugeschnitten werden, so Reiser.

In diesem Zug spannten die Expert:innen den Bogen zu Messengerdiensten wie WhatsApp, wo Reiser ebenfalls Potenzial sieht, insbesondere wenn es um schnelle und unkomplizierte Bewerbungswege geht. Reiser machte hier auf die Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Unternehmen und den Wünschen der Bewerber:innen aufmerksam: Obwohl immer weniger junge Menschen ein Anschreiben verfassen wollen, würden viele Unternehmen es nach wie vor fordern ‒ eine Bewerbungsmöglichkeit über WhatsApp wirkt hier nicht nur zeitgemäß, sondern auch attraktiv auf Arbeitskräfte der jüngeren Generationen.

Augenhöhe ab dem ersten Kontakt

Besonders wichtig, und zwar unabhängig von Plattform und Zielgruppe: Augenhöhe entlang der gesamten Candidate Journey. Laut Reiser geht es dabei vor allem um einen persönlichen und authentischen Arbeitgeberauftritt. Bloßes Marketing und leere Versprechungen werden von Kandidat:innen spätestens bei Arbeitsbeginn auch als solche erkannt, was häufig zu Ernüchterung und Misstrauen führt. Patrick Scheer (emplify) lenkte in der Diskussion den Fokus auf die arbeitsbezogenen Wünsche der Gen Z wie Workation und Teilzeit, auf die sich Arbeitgeber einstellen sollten.

Mutig und kontrovers: Das Personalmarketing von morgen?

Einig waren sich die Expert:innen, als es darum ging, ob Kampagnen in Zukunft mutiger werden müssen. Besonders positiv wurde die Out-of-Home-Kampagne des Bundesnachrichtendienstes „Wir suchen Terroristen (m/w/d)“ hervorgehoben. Mit dieser gewagten Kampagne habe der BND die Performance seiner Online-Kampagne deutlich steigern können. Wer sich etwas traut, wird erfolgreich sein, so Scheer.

Mutige Kampagnen sind aber nicht nur ein Instrument für große Konzerne oder Institutionen. Laut Reiser scheuen Unternehmen jedoch oft davor zurück, mit ihren Schwächen oder Branchenklischees zu spielen, obwohl sich mit solchen Kampagnen durchaus Sympathie gewinnen ließe.

Wo steht die KI bei all dem?

Aktuell veranstaltet Personalwerk eine Eventreihe von Netzwerktreffen, die sich speziell dem Thema KI und ihrer (zukünftigen) Rolle im Employer Branding widmet (mehr zum Netzwerktreffen und zur Anmeldung hier). Obwohl sich alle Expert:innen am Round Table einig waren, dass es derzeit noch kein auf dem Markt verfügbares KI-Tool gibt, das den menschlichen Faktor ersetzen kann, diskutierten sie natürlich trotzdem über allgemeine künstliche Intelligenz und Sprachmodelle wie ChatGPT und deren Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen (z. B. bei der Analyse von Lebensläufen, im A/B-Testing oder bei der Generierung von Textgrundlagen).

Wo geht es hin im Personalmarketing?

Während Völke einen besonderen Fokus auf Diversität auf allen Ebenen legte und dabei das „63 plus“-Programm der Deutschen Bahn hervorhebt, riet Scheer angesichts einer sich rasant verändernden Arbeitswelt allen Personalverantwortlichen, technologie- und datengetriebener zu agieren. Reiser hingegen prognostizierte eine zunehmende Akzeptanz des automatisierten Erstkontakts. Im gleichen Atemzug unterstrich Reiser, wie wichtig es sei, die in den automatischen Antworten gemachten Versprechungen (etwa bezüglich der Einhaltung kommunizierter Zeitrahmen) einzuhalten.

Autor: Max Schäfer

Quellen:

RoundTable zur TALENTpro 2024.

iStock.com/vm

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