Glossar

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Zwei Männer im Anzug beim Tauziehen

War for Talents & Employer Branding: wie sie Den Kampf um Fachkräfte meistern

Im sogenannten „War for Talents" kämpfen Unternehmen weltweit um die besten Fachkräfte. Von einem zunehmenden Fachkräftemangel bis hin zu globalen Herausforderungen prägen verschiedene Faktoren diesen intensiven Kampf. Erfahren Sie im Artikeln, wie Unternehmen durch maßgeschneidertes Personalmarketing und gezieltes Employer Branding die Schlacht um Talente erfolgreich bestehen können.

Was bedeutet War for Talents? Definition & Ursprung

Im Deutschen sprechen wir meistens etwas zurückhaltend vom Fachkräftemangel, unsere militärisch angehauchten Nachbar:innen in Übersee aber stecken nach eigener Aussage bereits mitten in einem „Krieg“ um Talente: dem sogenannten War for Talents. Schon 1997 beschrieb Steven Hankin (McKinsey & Company) den Kampf um die Besten der Besten. Von Harvard, Princeton oder Yale direkt auf die Gehaltsliste – der Bedarf der Unternehmen überstieg die Anzahl der Absolvent:innen.

Fachkräftemangel auch jenseits von C-Level-Positionen

Doch der Wettbewerb um Talente hat nicht aufgehört. Fast 30 Jahre später sehen sich unzählige Firmen mit demselben Problem konfrontiert. Längst sind es nicht mehr nur hochrangige Führungs- und Leitungspositionen, die unbesetzt bleiben. Im Sommer 2023 mussten Freibäder mangels Personals schließen, Bahn- und Fluggesellschaften reduzierten ihr Angebot zum Teil dramatisch und auch in der Pflege, der Sozialarbeit oder der IT fehlt es an allen Ecken und Enden.

Gründe für den War for Talents: Es liegt nicht nur am demografischen Wandel

Rückgehende Geburtsraten, Corona und ein Werteumschwung in der Gesellschaft sind nur einige Gründe für den War for Talents. Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) könnte das Arbeitskräfteangebot in Deutschland bis 2060 nahezu konstant bleiben – die Nachfrage steigt jedoch nahezu von Tag zu Tag. Nicht zuletzt durch einen immer globalisierteren Wettbewerb. Während einige Unternehmen noch glücklich sein können, weniger stark im globalen Wettbewerb zu stehen, müssen sich andere Betriebe plötzlich mit Mitbewerbern aus Texas oder Irland messen.

Wie ist die Lage? Einige Studien & Zahlen zum War for Talents

Jahr für Jahr veröffentlichen Umfrageinstitute und Privatunternehmen eine Fülle an relevanten Studien, die verschiedenste Facetten des Arbeitsmarkts beleuchten – damit Sie es nicht müssen, haben wir uns bei Personalwerk intensiv damit beschäftigt. Die wichtigsten Fakten für unser Thema:

  • 75 % der Arbeitnehmer:innen fühlen sich mit ihrem Arbeitgeber nicht verbunden.
  • 63 % aller Arbeitnehmer:innen empfinden keine Begeisterung für ihre Arbeit.

Eine ernüchternde Statistik – verbringen wir in Deutschland doch durchschnittlich nahezu 100.000 Stunden unseres Lebens mit Arbeiten.

51 % der Mitarbeitenden, denen Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet wurden, fühlen sich dem Arbeitgeber besonders verbunden, dieselbe Aussage würden aber nur 8 % der Arbeitnehmer:innen, denen keine Entwicklungsmöglichkeiten angeboten wurden, unterschreiben.

Es braucht aber keine Studie, damit Sie wissen, dass engagierte Mitarbeiter:innen in aller Regel effizienter und kreativer sind. Eine positive Arbeitsatmosphäre und eine starke Bindung der Belegschaft, unterstützt durch maßgeschneidertes Personalmarketing und Employer Branding, sind ein Gewinn für alle Beteiligten, vom Arbeitgeber bis zu den Arbeitnehmer:innen – und ein vielversprechender Anfang, den War for Talents ohne größere Beulen zu bestehen.

Erfolgsfaktoren im Kampf um die Besten

Von einem attraktiven Gehalt über überzeugende Benefits bis hin zur Integration neuer Arbeitsmodelle: Die Munition (um das Sprachbild unseres Titels aufzugreifen), die Ihnen im War for Talents zur Verfügung steht, hängt natürlich von Ihren Unternehmensressourcen ab. Gleichzeitig gibt es jedoch mehr Möglichkeiten, Arbeitnehmer:innen zu begeistern und zu binden, als das höchste Gehalt am Markt zu zahlen. Flexible Arbeitszeiten sind beispielsweise für die Mehrheit der Befragten über alle Altersklassen hinweg (von < 30 bis > 60) ein wichtiger Faktor. Einen detaillierteren Überblick über konkrete Benefits, die für Arbeiternehmer:innen attraktiv sind, erhalten Sie in unserem Glossar-Artikel zum Thema Benefits.

50 % der Beschäftigten, die von ihren Vorgesetzten eine positive Zukunftsvision vermittelt bekommen, fühlen sich ihrem Arbeitgeber verbunden. Tun Führungskräfte dies nicht, sinkt die Zahl auf 6 %.

War for Talents: Warum ist eine starke Employer Brand nicht nur bei Fachkräftemangel wichtig?

Um auch in Zeiten der Globalisierung, sich verändernden Werten und steigendem Fachkräftebedarf genügend qualifizierte Mitarbeitende unter eigener Flagge versammeln zu können, ist eine überzeugende Arbeitgebermarke von entscheidender Bedeutung. Wie fühlt es sich an, bei Ihnen zu arbeiten? Warum sollten Kandidat:innen sich bei Ihnen bewerben und nicht bei Ihrer Konkurrenz? Eine starke Employer Brand ist bei weitem kein Statussymbol oder Luxus, den sich nur die Top-Player leisten können. Die Auseinandersetzung mit und Ausgestaltung von Attraktivitätsmerkmalen im Zuge von Employer-Branding- oder Personalmarketing-Maßnahmen ist längst ein notwendiger Bestandteil für alle Unternehmen, die in Zukunft noch qualifizierte Mitarbeiter:innen finden wollen.

Autor: Max Schäfer

Quellen

Bayerischer Rundfunk „Wann macht Arbeit glücklich?“ Von Monika Dollinger

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) „IAB-Kurzbericht 2021“

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) „Nur mit einer jährlichen Nettozuwanderung von 400.000 Personen bleibt das Arbeitskräfteangebot langfristig konstant“

The Stepstone Group “Insights: Die Macht engagierter Mitarbeiter*innen“

The Stepstone Group “The Engagement Advantage” 2023 | S.9, 14, 15

Bildnachweis: OJO Images

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